Sechsundzwanzig Tage im Land des Whiskeys

Kommentare: 0

Mit Bus und Zug durch die Pampa

Nachdem wir vor drei Jahren einen Teil des britischen Pilgerweges – von London nach Canterbury, gelaufen sind, beschlossen wir vor einigen Monaten dieses Jahr in Schottland zu wandern. Irgendwie ergab es sich, dass wir länger Zeit haben als gedacht und so stehen wir vor sechsundzwanzig Tagen im Land des Whiskeys, der Highlander und des Haggis.

Schnell stand fest, dass wir den West Highland Way wandern möchten und den Rest der Zeit möglichst viel von Schottland sehen wollen. Nachdem allerdings ein Mietauto für uns beide im Linksverkehr eher nicht in Frage kam, geht es mit Bus und Zug quer durch die Pampa. Zwar sind die Wege durch mittelmäßige Verkehrsanbindung oft drei- bis fünfmal so lang, allerdings erhoffen wir uns auch mehr unentdeckte Schönheit auf kleinen Landstraßen und vom Tourismus verschonten Dörfern.

Southlands

So sehen wir in den ersten Tagen die Southlands mit den Grenzabteien: Melrose, Dryburgh, Kelso und Jedburgh. Begeben uns auf die Spuren von Walter Scott und besuchen Abbotsford House und sein Grabmal, und fahren über Dumfries bis zum Culzean Castle, eines der wohl malerischsten Schlösser Schottlands. Danach verbringen wir zwei Tage in Glasgow, um neben der Kathedrale, die Galerie der Modernen Kunst und St. Mungo zu sehen. Im Willow Tea Room Tee zu trinken, auf dem Spuren der Glashow Boys und Mackintosh die Stadt zu erkunden und vor der noch geschlossenen Burrel Collection traurig zu stehen. Bis 2020 ist sie noch wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Eine schmerzliche Kerbe in unserer Rundreise.

West Highland Way

Nach knapp einer Woche in Schottland, geht es endlich mit der Wanderung los. Wir haben die Luxusvariante ohne Zelt und mit Bed & Breakfast, dafür aber in sechs Tagen gewählt, was unsere längste Tagestour mit 35km verbucht, die kürzeste mit 21km. Auch wenn wir beide nicht die allersportlichsten sind, haben Wanderungen bisher immer ganz gut geklappt. Etwas Sorgen bereiten mir nur die Mücken, die Schottland nur so zu umschwärmen scheinen und mit deutschen Mückensprays nicht im Zaum zu halten scheinen.

Innere Hebriden

Nachdem die letzte Station der Reise (Fort William) von Touristen überlaufen ist, fahren wir gleich weiter nach Oban. Am westlichen Ufer Schottlands geht es dann auf eine Spritztour weiter zu den inneren Hebriden. Mull, Iona und eventuell Staffa stehen auf der Liste. Leider müssen wir Skye auslassen, aber die nord-westlichen Inseln, Orkney und der Norden Schottlands stehen dann auf der Reiseliste für das nächste Mal – vielleicht in Verbindung mit Island…

Zurück auf dem Festland

Zurück auf dem Festland, fahren wir mit einem Schlenker über Inverness an die Ostküste, nach Aberdeen. Zentralschottland bringt auch Dunkeld, Glamis Castle, Dundee, Stirling, Dunfermline, Doune Castle und natürlich St. Andrews mit sich. Von Stirling geht es nach Edinburgh. Ganze sechs Tage haben wir für die Hauptstadt Schottlands eingeplant.

Bitte rechnen Sie 2 plus 5.
Zurück